Winkelwagen
U heeft geen artikelen in uw winkelwagen
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe der aktuellen medizinischen Fachliteratur und fundierter wissenschaftlicher Quellen verfasst.
Qualitätssicherung durch: Dr. med. Nonnenmacher
Letzte Aktualisierung am: 15. November 2021
Harze dienen Pflanzen im übertragenen Sinn als „Wundverband“. Wird z. B. die Rinde eines Baumes verletzt, tritt Pflanzenharz an dieser Blessur aus und beginnt die Wunde zu versiegeln. Genau dieses pflanzliche „Schutzharz“ sammeln spezielle Bienen, befestigen es an Ihren Pollenhöschen und transportieren es zum Bienenstock. Dort werden sie von Arbeiterinnen empfangen. Diese helfen ihnen die klebrige Masse von den Hinterbeinen zu lösen. Diese „Stockbienen“ nehmen das Harz auf und reichern es mit Pollen, Wachsen und körpereigenen Substanzen an. Das Ergebnis ist „Propolis“, ein multifunktionaler Stoff, der wasserabweisend, fäulnisverhindernd und wärmeisolierend wirkt
Die klimatischen Bedingungen im Bienenstock kann man mit einem Brutkasten vergleichen. Hohe Luftfeuchtigkeit (oft 70 % und darüber), Wärme (35° C und mehr) und eine enorme Dichte an Individuen auf kleinstem Raum. Das sind (wie wir seit COVID 19 alle nur zu gut wissen) ideale Voraussetzungen, damit sich Keime, Viren und Krankheiten ausbreiten können. Und hier bringen die Bienen Propolis ins Spiel. Sie verwenden es, um kleine Ritzen und Löcher im Bienenstock abzudichten und verhindern so das Eindringen und die Vermehrung von Krankheitseregern. Lebenswichtige Bereiche wie die Brutraumzellen oder die Wachsdeckel der Honigvorräte werden „propolisiert“ um sie vor Keimen zu schützen. Und auch das Einflugsloch wird mit einem „Propolisteppich“ ausgelegt und teilweise sogar verengt. Denn jede von einem Außeneinsatz (Nektarsammeln, Wasserholen, usw.) zurückkehrende Biene ist potentiell mit schädlichen Keimen kontaminiert. Beim Passieren dieser „Desinfektionsschleuse“ wird so die Belastung durch Krankheitserreger auf ein Minimum reduziert. Der Effekt ist, dass das Innere von Bienenstöcken weitestgehend keimfrei ist.
Dafür gibt es unterschiedlichste Methoden. Die einfachste Methode ist es, bei den regelmäßigen Arbeiten am Bienenvolk kleine Mengen des Harzes von den Rähmchen zu schaben. Man kann auch feinmaschige Stoff- oder Kunststoffgitter in den Bienenstock einbringen, oder mithilfe kleiner Holzkeile zwischen den Bienenzargen „künstliche“ Ritzen erzeugen. Diese kleinen Löcher und Zwischenräume werden von den Bienen vorsorglich mit Propolis versiegelt, je nach Bienenrasse mehr oder weniger stark. Diese Gitter werden dann entnommen und tiefgefroren. Dadurch wird das Harz spröde und lässt sich leicht vom biegsamen Gitter ablösen. Die Harzklümpchen werden danach gereinigt und sofort luftdicht verpackt, damit sich Wertsubstanzen wie ätherische Öle nicht verflüchtigen. Die weitere Verarbeitung folgt oft Wochen später, deshalb frieren wir das Harz bei -18°C ein.