Winkelwagen
U heeft geen artikelen in uw winkelwagen
Die Besteigung des Großen Piz Buin ist eine wunderbare und abwechslungsreiche Hochtour in schönster alpiner Kulisse. Der Piz Buin ist mit seinen 3312m der höchste Berg Vorarlbergs.
Die Besteigung des Großen Piz Buin ist eine wunderbare und abwechslungsreiche Hochtour in schönster alpiner Kulisse. Der Piz Buin ist mit seinen 3312m der höchste Berg Vorarlbergs und entsprechend beliebt bei Bergsteigern. Der Piz Buin bietet dem erfahrenen Bergsteiger neben einem spektakulären Panorama, einen massiven Gipfelaufbau mit leichter Kletterei (II. Grad), sowie eine ausgedehnte Gletscherpassage auf dem Ochsentaler Gletscher. Aufgrund der Länge der Tour bietet sich eine Übernachtung auf der imposant gelegenen Wiesbadener Hütte an.
Wanderparkplatz auf der Bielerhöhe (2023m) am östlichen Ufer des SilvrettastauseesVom Parkplatz am östlichen Ufer des Silvrettastausees verläuft der Wanderweg zunächst in südlicher Richtung am Ufer entlang. Danach führt der gut befestige Fahrweg ein kurzes Stück im Talboden entlang weiter südlich. Anschließend steigt der Pfad steiler werdet an und hebt sich vom Tal ab. Nach rund 2,5 h erreicht man die Wiesbadener Hütte. Alternativ kann man ab Mitte des Stausees nach links (östlich) auf den deutlich alpineren Sommerweg unterhalb des Hohen Rad aufsteigen. Die Wiesbadener Hütte ist für zahlreiche Wanderer ein Tagesziel und bietet sich hervorragend als Ausgangspunkt für die hohen Gipfel der Silvretta an. Gipfelaspiranten brechen am nächsten Morgen früh von der Wiesbadener Hütte auf. Die Grüne Kuppe wird nordwestlich umgangen (Der alte Normalweg ist seit 2017 nicht mehr zu empfehlen). Sehr bald nach der Hütte wird der Weg auf Steigspuren nach rechts verlassen, leicht bergab zum Bach, diesen auf Steg überqueren. In der nördlichen und westlichen Flanke wird die Grüne Kuppe umgangen (STEINSCHLAG!) bis zu einem Gletschersee. Vor dem See rechtshaltend Flanke hinauf bis zur Firnmulde am NW-Rand des Ochsentaler Gletschers. Erst später wird der Gletscher betreten. (Die ansonsten zu querende Gletscherzunge ist dann meist blank und so steil, dass gleichzeitiges Gehen am Seil nicht angeraten ist). Ab hier muss die komplette Gletscherausrüstung anlegt werden. Besonders im unteren Bereich ist der Gletscher inzwischen früh schneefrei. In weiten Bögen, die Spaltenzonen umgehend, zunächst in westlicher, dann in südlicher Richtung (meist gespurt) an den Ostabstürzen des Silvrettahorns vorbei, ansteigend bis zum flachen Firnbecken.
In weitem Linksbogen nördlich am Kleinen Piz Buin vorbei zur deutlich erkennbaren Buinlücke. Ab hier beginnt der felsige Gipfelaufstieg, das Seil sollte für die Schlüsselsteile mitgenommen werden. Über mäßiges Blockwerk nach links einer aufsteigenden Geröllspur folgend wird der Nordwestgrat erreicht. Nach kurzem Anstieg, über den Grat zum wegsperrenden Kamin (Bohrhaken vorhanden), wird die schuttbedeckte Westflanke in mehreren Kehren überwunden. Eine kleine Felsinsel mit großem Gipfelkreuz markiert den höchsten Punkt des Großen Piz Buins.
Diese technisch einfache und vergleichsweise kurze Hochtour führt über den spaltenreichen Ochsentaler Gletscher zum Gipfel des Großen Piz Buin - abwechslungsreich und mit beeindruckenden Ausblicken.
Der Große Piz Buin (3.312 Meter) ist der höchste Berg Vorarlbergs und der dritthöchste Berg der Silvretta. Mit seiner zentralen Lage am Silvretta-Hauptkamm ist der Grenzberg zwischen Österreich und dem Schweizer Kanton Graubünden ein beliebtes Hochtourenziel.
Interessante Facts:
Für die Richtigkeit der Angaben kann keinerlei Haftung übernommen werden. Schitourengehen im alpinen Gelände erfolgt stets auf eigene Gefahr.
Achtung geänderter Zustieg zur Wiesbadener Hütte (nach Karl Koettnitz, Trainer B Skihochtouren, DAV Sektion Wiesbaden), 26.10.2019:
Alle Touren, die zur oder über die Wiesbadener Hütte führen, können in der Wintersaison nicht mehr direkt über den Silvrettastausee begangen werden. Grund ist die Inbetriebnahme des Pumpspeicherwerk mit der Unmöglichkeit der Bildung einer tragfähigen Eisdecke. Ein relativ sicherer Winterzustieg führt über das Bieltal und das Bieltaljoch zur Wiesbadener Hütte. Bei sicheren Verhältnissen kann vor Ort entschieden werden, ob der Westweg am Silvrettastausee mit Start über die Staumauer und Tunnel begehbar ist. Besten Dank Karl Koettnitz , Trainer B Skihochtouren, Sektion Wiesbaden
Für die Variante entlang des Stausees (häufig lawinengefährdet) geht man erst über die Staumauer und dann am See entlang weiter, erst durch einen Tunnel und weiter bis zum Ende des Stausees (ein lawinensicherer Anstieg zur Wiesbadener Hütte führt über das benachbarte Bieltal). Leicht ansteigend geht es hinter dem Stausee auf dem Hüttenweg zur Wiesbadener Hütte weiter bis wir auf ca. 2300m den Hüttenweg verlassen, siehe Bild, und uns genau südlich halten um auf den schon sichtbaren Gletscherbruch des Ochsentaler Gletscher zuzugehen. Nun deutlich steiler, aber nach wie vor gut zu gehen, auf den flachen Boden vor dem O. G. Hier treffen wir auf die von links kommende Spur von der Wiesbadener Hütte, ca. 2600m, siehe Bild. Nun queren wir nach rechts, ansteigend unter dem Bruch nach Westen auf die Ostwände des Silvrettahorns zu. An den Wänden biegt unsere Spur nach Süden um nun steil das obere Plateau zu erreichen. In einem großen Rechtsbogen geht es schon zu der von weitem sichtbaren Buinlücke, 3054m. Dort Skidepot. Ein weitergehen mit den Skien empfiehlt sich nicht, da der aufsteilende Hang meist wenig Schnee hat und mit Steinen durchsetzt ist. Nun, empfehlenswert mit Steigeisen, Sitzgurt an, Seil und ggf. Pickel dabei, zuerst noch ohne große Felsberührung schräg nach links hoch ziehen zur Kante (Nord-west-Kante) an den Einstieg der "Felsrinne". Durch diese steile und auch ausgesetzte Rinne, ggf. sichern (Haken sind an neuralgischen Punkten vorhanden), hinauf und in einem steil ansteigenden Rechtsbogen auf das obere "Buindach". Über dieses gut gehbare Dach in kurzer Zeit zum höchsten Punkt. Gehzeit ca. 5 1/2 Std. von der Bielerhöhe. Abstieg zum Skidepot auf gleichem Weg mit der nötigen Vorsicht und ggf. Sicherung an den Felspassagen. Skiabfahrt in etwa auf gleichem Weg wie beim Aufstieg. Vom Skidepot bis zur Bielerhöhe ist mit ca. 1 1/2 Std. bei gutem Schnee zu rechnen.