Winkelwagen
U heeft geen artikelen in uw winkelwagen
Hinter Blähungen, Durchfall oder Bauchschmerzen kann zum Beispiel eine Unverträglichkeit von Laktose oder Gluten stecken. zum Artikel
Studien haben gezeigt, dass Mangelerscheinungen zu Gewichtsverlust führen können. Ebenso schwindet Muskelmasse, da im Rahmen einer Entzündung Eiweiß über den Darm verloren geht oder mehr Eiweiß gebraucht und gegebenenfalls aus den Muskeln abgebaut wird. Auch mangelnde Bewegung, bedingt durch die schlechte körperliche Verfassung während eines akuten Schubs der Colitis, trägt zum Muskelabbau bei. Eine ausreichende Eiweißaufnahme ist daher wichtig.
Während eines akuten Schubs kann es nötig sein, zusätzlich zur normalen angepassten Kost, Trinknahrung zu sich zu nehmen. Bei einer sehr ausgeprägten Form der Darmentzündung, die in der Klinik behandelt werden muss, ist gelegentlich eine parenterale Ernährung notwendig, bei der alle wichtigen Nährstoffe als Infusion verabreicht werden.
Die Symptome der Colitis ulcerosa treten in Schüben auf. Die Krankheitsschübe können manchmal mit plötzlichen und heftigen Beschwerden einsetzen und führen zu starkem Durchfall mit Schleim und Blut, hohem Fieber, Bauchschmerzen und bisweilen zu einer Peritonitis (einer Bauchfellentzündung, die starke Schmerzen im gesamten Bauchraum hervorruft). Während dieser Schübe sind die Betroffenen schwer krank. Häufiger beginnen die Schübe schleichend mit Stuhldrang (Defäkationsdrang), leichten Krämpfen im Unterbauch und sichtbaren Blut- und Schleimbeimengungen im Stuhl. Ein Schub kann Tage oder Wochen dauern und jederzeit wieder auftreten.
Wenn die Erkrankung auf den Mastdarm und das Sigmoid begrenzt ist, kann der Stuhl normal oder hart und trocken sein. Allerdings wird während oder zwischen den Stuhlgängen Schleim mit zahlreichen roten und weißen Blutkörperchen aus dem Mastdarm ausgeschieden. Die Personen können an leichten allgemeinen Krankensymptomen wie Fieber leiden.
Breitet die Krankheit sich in höher gelegene Dickdarmabschnitte aus, ist der Stuhl weicher, und die Patienten haben über 10 Stuhlgänge täglich. Oft werden sie von schweren Bauch- und schmerzhaften Muskelkrämpfen gequält, die den Stuhldrang begleiten. Auch nachts lassen die Schmerzen nicht nach. Der Stuhl kann wässrig sein und Eiter, Blut und Schleim enthalten. Oft besteht der Stuhl fast aus schließlich aus Blut und Eiter. Die Person kann auch Fieber, Appetitlosigkeit und Gewichtsabnahme aufweisen.
Zu den wesentlichen schweren Komplikationen von Colitis ulcerosa zählen:
Blutungen , die häufigste Komplikation, führen oft zu Blutarmut durch Eisenmangel .
Fulminante Colitis (auch als toxische Colitis bezeichnet) ist eine besonders schwere Komplikation. Bei nahezu 10 % der Patienten mit Colitis ulcerosa wird ein sich sehr schnell verschlimmernder erster Schub zu einer ernsten Bedrohung, mit starker Blutung, Darmriss (Perforation) oder weit ausgebreiteter Infektion. Die Schäden an Nerven und Muskeln der Darmwand verursachen einen Darmverschluss (eine Erkrankung, bei der die normalen Kontraktionen der Darmwand vorübergehend aussetzen), sodass der Darminhalt nicht weiterbefördert wird. Der Bauch ist aufgebläht (gedehnt).
m:w=1:1, bezüglich der altersspezifischen Inzidenz liegt die höchste Rate in der Gruppe der 25–35-Jährigen (ca. 4,5/100 000). Ein zweiter Häufigkeitsgipfel findet sich in der Altersklasse > 55 Jahre.
Der natürliche Verlauf der Colitis ulcerosa ist charakterisiert durch Episoden von Krankheitsschüben, die sich mit Phasen der Remission abwechseln. Leitsymptome sind blutig-schleimige Durchfälle, evtl. Fieber, Anämie, weiterhin z.T. krampfartige Schmerzen im linken Unterbauch (meist vor der Defäkation). Eine einfache, jedoch immer noch gültige klinische Definition einer schweren Kolitis wurde von Truelove und Witts bereits 1954 etabliert:
Die Remission ist charakterisiert durch die Kombination aus
Extraintestinale Symptome (etwa 30% der Patienten):
Hautveränderungen und Veränderungen der hautnahen Schleimhäute bei Colitis ulcerosa (10%):
Schätzungen zufolge leiden mindestens 400.000 Menschen in Deutschland an einer chronischen Entzündung des Dickdarms oder der Schleimhäute des gesamten Verdauungstrakts. Die Häufigkeit der Krankheitsbilder Colitis ulcerosa und Morbus Crohn nimmt dabei seit Jahrzehnten stetig zu und ist in den westlichen Industrieländern besonders groß. Die genauen Ursachen der von Durchfall, Blähungen und Bauchschmerzen geprägten Krankheiten sind bislang unzureichend geklärt.
Eine heilende Behandlung gibt es nicht. Beschwerdefreiheit zu erreichen ist schwierig. „Nicht jede und jeder Erkrankte spricht auf die verfügbaren Therapien an“, sagt Professor Raja Atreya vom Universitätsklinikum Erlangen. Den Betroffenen verlange die Suche nach der richtigen Behandlung oft Geduld ab. Nicht immer könne man dauerhaft helfen. „Umso wichtiger ist es, dass es neue Ansätze für Therapien gibt“, sagt der Experte für entzündliche Darmerkrankungen. Ein Ansatz, der von Fachleuten derzeit große Beachtung erfährt, ist die Blockade des Entzündungs-Botenstoffs TL1A mithilfe neuer Medikamente.