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Alles wat u moet weten over Pityriasis Versicolor

Diagnose und Differentialdiagnose

Eine Kleienpilzflechte wird zumeist klinisch anhand der charakteristischen Hautveränderungen diagnostiziert. Besondere Beachtung finden dabei die Veränderung der Pigmentierung und die Art der Schuppung. Manchmal ist diese nur schwer nachweisbar, doch durch das Spannen des betreffenden Hautareals oder leichtes Kratzen werden die Schuppen in der Regel sichtbar. Im Zweifelsfalle ist eine mikroskopische Untersuchung der Haut sinnvoll, um Pilzzellen nachzuweisen. Dieser Nachweis funktioniert jedoch nur, solange die Therapie noch nicht begonnen hat, da durch Gabe eines Antimykotikums Pilzzellen meist sehr schnell abgetötet werden und dann mikroskopisch nicht mehr nachweisbar sind. Die Schuppen können für die mikroskopische Untersuchung beispielsweise durch Anhaften an ein Stück TESA-Film gewonnen werden. Unter dem Mikroskop sind, sofern eine Pityriasis versicolor vorliegt, typischerweise gleichzeitig Pilzhypen (Myzel) und einzellige Sporen nachweisbar. Mediziner sprechen dabei von einem „Spaghetti und Fleischbällchen-Muster“, bei dem die Hyphen die Spaghetti und die Sporen die Fleischbällchen sind. Um die Pilzzellen besser sichtbar zu machen, kann vor dem Mikroskopieren eine Färbung mit Kaliumhydroxid oder verschiedenen Farbstoffen durchgeführt werden.

Von anderen Hautkrankheiten, für die eine veränderte Pigmentierung charakteristisch ist, lässt sich die Kleienpilzflechte meist klinisch sicher aufgrund der Art des Ausschlags abgrenzen.

Tabelle: Differentialdiagnosen der Pityriasis versicolor und Abgrenzungsmerkmale

ErkrankungAbgrenzungsmöglichkeiten
Pityriasis rosea (Röschenflechte)akutes Auftreten, deutliche, randbetonte Schuppung, stärkerer Entzündungsreaktion der Haut
Vitiligo (Weißfleckenkrankheit)Herde sehr scharf von der gesunden Haut abgegrenzt, keine Schuppung in den weißen Herden
Lentigineskeine Schuppung, Auftreten in Sonnenlicht-exponierten Hautarealen, v.a. dem Gesicht
postentzündliche Hyper- und
Hypopigmentierungen
fehlende Hautschuppung, vorausgehend war eine entzündliche Hautreaktion

Klinisches Bild

Insgesamt variables Bild mit teils großflächigen, figurierten, teils auch kleinherdigen lamettaartigen gelben, gelb-braunen oder auch grauen oder weißen, diskret schuppenden, nicht juckenden (gelegentlich etwas spannenden) Flecken oder dünnen Plaques.

Im Sommer erscheinen die Herde im Vergleich zur umgebenden gebräunten Haut heller ( Pityriasis versicolor alba), im Winter dunkler.

Eine initial bereits deutlich hyperpigmentierte Form kann als "Pityriasis versicolor chromians" bezeichnet werden. Bei dieser Form zeigen sich umschriebene bis centgroße, später konfluierende, schmutziggelbe bis bräunliche, kleieförmig schuppende Herde.

Selten tritt bei der Pityriasis versicolor Juckreiz auf. S.a. Hobelspanphänomen.

  • Follikuläre Form: Pityriasis versicolor punctata.
  • Erythematöse Form: Pityriasis versicolor mit entzündlicher Komponente, an Tinea corporis superficialis erinnernd.
  • Pityriasis versicolor flava.
  • Pityriasis versicolor nigra: Unter Besonnung evtl. Rückbildung der Herde.
  • Hyperkeratotische Malassezia Dermatitis des Gesichts und Nackens (Hyperkeratotic Head and Neck Malassezia Dermatitis)
  • Malassezia-Follikulitis

Literatur

Für Zugriff auf PubMed Studien mit nur einem Klick empfehlen wir Kopernio

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  10. Vander Straten MR et al. (2003) Cutaneous infections dermatophytosis, onychomycosis, and tinea versicolor. Infect Dis Clin North Am 17: 87-112

Symptome und Krankheitsverlauf

Die Malassezia-Pilze verursachen einen Ausschlag, der verschiedene Farben annehmen kann, was in dem Begriff „versicolor“ (mehrfarbig) zum Ausdruck kommt. Die scharf begrenzten Flecken des Ausschlags sind meist klein, können aber im Krankheitsverlauf an Größe zunehmen und miteinander verschmelzen. Auf heller Haut sind sie in der Regel hellbraun bis rötlich-braun gefärbt (Pityriasis versicolor rubra). Von gebräunter Haut heben sich die Flecken dagegen meist hell bis weißlich ab (Pityriasis versicolor alba). Die Hypopigmentierung der betroffenen Areale entsteht durch Giftstoffe (Toxine), die vom Pilz freigesetzt werden. Diese hemmen die Produktion des Hautpigments Melanin in den Melanin-bildenden Zellen der Haut, wodurch es zu einer Aufhellung der erkrankten Areale kommt. Die veränderte Pigmentierung kann nach einer erfolgreichen Therapie der Kleienpilzflechte noch für einige Monate bestehen bleiben und heilt erst im Rahmen einer erneuten Bräunung der Haut ab.

Ein weiteres Symptom ist die feine Schuppung, bei der sich kleieförmige Hautschuppen ablösen. Hierauf bezieht sich die deutsche Bezeichnung der Krankheit „Kleienpilzflechte“. Bedingt durch das Wachstumsmuster des Pilzes treten die Flecken bevorzugt auf Hautregionen mit hoher Talgproduktion auf. Hierzu zählen vor allem der Nacken, die Brust und der Rücken.

In der Regel ist der Ausschlag symptomlos, aber manchmal kann ein leichter Juckreiz auftreten.

Malassezia-Pilze können auch bei Hautkrankheiten mit vermehrter Talg- oder Schweißproduktion wie dem Seborrhoischen Ekzem und der Hyperhidrose eine Rolle spielen oder in seltenen Fällen eine Entzündung der Haarfollikel verursachen (Malassezia-Follikulitis).

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