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Alles wat u moet weten over Pityriasis Versicolor

Pityriasis versicolor: Symptome

Durch starke Vermehrung bilden Malassezia-Pilze bei Pityriasis versicolor auf der Haut dichte Pilzteppiche: Sie zeigen sich zunächst als linsen- bis pfenniggroße, runde, scharf begrenzte Flecken, deren Farbe sich deutlich von der normalen Hautfarbe unterscheidet. Diese Flecken können miteinander verschmelzen und unregelmäßig geformte, großflächige Verfärbungen bilden. Die Farbe der Verfärbungen reicht von weißlich bis hin zu rötlich-braun. Grundsätzlich finden sich auf dunkler Haut helle Flecken und auf heller Haut dunkle Flecken. Diese Farbvarianz wird durch den Begriff "versicolor" (mehrfarbig) verdeutlicht und kommt wie folgt zustande:

  • Der Pilzteppich lässt Sonnenstrahlen (UV-Licht) nicht auf die darunterliegende Haut vordringen, wodurch dort die Bildung des Hautpigments Melanin unterbleibt. Zudem hemmen Giftstoffe (Toxine) des Pilzes die Melaninsynthese in der Haut. So entstehen auf dunkler oder gebräunter Haut helle Flecken (Hypopigmentierung). Diese Ausprägung der Kleienpilzflechte wird Pityriasis versicolor alba genannt.
  • Auf heller Haut dagegen kann der Pilz durch Bildung eigener Pigmente zu rötlich-bräunlichen Hautläsionen führen (Hyperpigmentierung). Dann spricht man von Pityriasis versicolor rubra.

Von den betroffenen Arealen können sich feine, kleieförmige Hautschüppchen ablösen. Auf sie bezieht sich die deutsche Bezeichnung der Krankheit "Kleienpilzflechte".

In selteneren Fällen führt der Hautbefall mit Malassezia-Pilzen zu einer Entzündung von Haarfollikeln (Malassezia-Follikulitis). Davon betroffen sind bevorzugt Menschen mit Immunschwäche (entweder durch Medikamente oder bei HIV-Infektion).

Klinisches Bild

Insgesamt variables Bild mit teils großflächigen, figurierten, teils auch kleinherdigen lamettaartigen gelben, gelb-braunen oder auch grauen oder weißen, diskret schuppenden, nicht juckenden (gelegentlich etwas spannenden) Flecken oder dünnen Plaques.

Im Sommer erscheinen die Herde im Vergleich zur umgebenden gebräunten Haut heller ( Pityriasis versicolor alba), im Winter dunkler.

Eine initial bereits deutlich hyperpigmentierte Form kann als "Pityriasis versicolor chromians" bezeichnet werden. Bei dieser Form zeigen sich umschriebene bis centgroße, später konfluierende, schmutziggelbe bis bräunliche, kleieförmig schuppende Herde.

Selten tritt bei der Pityriasis versicolor Juckreiz auf. S.a. Hobelspanphänomen.

  • Follikuläre Form: Pityriasis versicolor punctata.
  • Erythematöse Form: Pityriasis versicolor mit entzündlicher Komponente, an Tinea corporis superficialis erinnernd.
  • Pityriasis versicolor flava.
  • Pityriasis versicolor nigra: Unter Besonnung evtl. Rückbildung der Herde.
  • Hyperkeratotische Malassezia Dermatitis des Gesichts und Nackens (Hyperkeratotic Head and Neck Malassezia Dermatitis)
  • Malassezia-Follikulitis

Therapie und Behandlung

Die Behandlung der Kleienpilzflechte erfolgt hauptsächlich mit äußerlich anzuwendenden (topischen), antimykotischen Wirkstoffen. Diese hemmen oder töten Pilze ab, meistens indem sie in ihren Stoffwechsel eingreifen. Bei einem großflächigen Befall der Haut oder bei häufig wiederkehrenden Erkrankungsfällen ist auch eine systemische antimykotische Therapie mit Tabletten möglich.

Kleienpilzflechte – Topische Therapien

In Haarshampoos kommen außerdem Substanzen zum Einsatz, die nicht in erster Linie antimykotisch wirken. Dazu zählen Zinkpyrithion, Selendisulfid oder Salizylsäure, letzteres meist in Kombination mit Schwefel. Die beiden erst genannten Substanzen wirken anti­seborrhoisch, vermindern also die Talgproduktion. Damit wird dem Hefepilz die Nahrung entzogen, die er zum Wachstum benötigt. Selendisulfid ist auch in speziellem Waschgels enthalten und Salizylsäure kann als Hautspiritus verwendet werden. Ein Vorteil dieser Behandlungsmethoden liegt in ihrem vergleichsweise niedrigen Preis.

Die topische Behandlung sollte eine bis vier Wochen lang durchgeführt werden. Shampoos mit Ketoconazol, Selendisulfid oder Zinkpyrithion sollten täglich angewendet werden und 5-10 Minuten einwirken, bevor sie abgewaschen werden. Alternativ kann die Behandlung mit einem imidazolhaltigem Shampoo an drei aufeinanderfolgenden Abenden erfolgen, wobei der Schaum über Nacht einwirken sollte. Cremes mit Imidazolwirkstoffen werden ein- bis zweimal täglich aufgetragen. In der Regel wird die topische Therapie sehr gut vertragen, nur in seltenen Fällen kommt es zu Hautreizungen oder zur Entwicklung einer Kontaktallergie. Dies ist vor allem für Selendisulfid beschrieben, welches außerdem einen starken Eigen­geruch aufweist, der bei der Anwendung als unangenehm empfunden werden kann.

Keine etablierten Therapiemassnahmen sind Milchsäure, das Retinoid Adapalen sowie das Antiphlogistikum 1%iges Diclofenac-Gel. Gute Wirkung hat dagegen eine Mischung aus Propylenglykol und Wasser, die zweimal täglich für zwei Wochen auf die erkrankte Haut aufgetragen wird.

Symptome und Krankheitsverlauf

Die Malassezia-Pilze verursachen einen Ausschlag, der verschiedene Farben annehmen kann, was in dem Begriff „versicolor“ (mehrfarbig) zum Ausdruck kommt. Die scharf begrenzten Flecken des Ausschlags sind meist klein, können aber im Krankheitsverlauf an Größe zunehmen und miteinander verschmelzen. Auf heller Haut sind sie in der Regel hellbraun bis rötlich-braun gefärbt (Pityriasis versicolor rubra). Von gebräunter Haut heben sich die Flecken dagegen meist hell bis weißlich ab (Pityriasis versicolor alba). Die Hypopigmentierung der betroffenen Areale entsteht durch Giftstoffe (Toxine), die vom Pilz freigesetzt werden. Diese hemmen die Produktion des Hautpigments Melanin in den Melanin-bildenden Zellen der Haut, wodurch es zu einer Aufhellung der erkrankten Areale kommt. Die veränderte Pigmentierung kann nach einer erfolgreichen Therapie der Kleienpilzflechte noch für einige Monate bestehen bleiben und heilt erst im Rahmen einer erneuten Bräunung der Haut ab.

Ein weiteres Symptom ist die feine Schuppung, bei der sich kleieförmige Hautschuppen ablösen. Hierauf bezieht sich die deutsche Bezeichnung der Krankheit „Kleienpilzflechte“. Bedingt durch das Wachstumsmuster des Pilzes treten die Flecken bevorzugt auf Hautregionen mit hoher Talgproduktion auf. Hierzu zählen vor allem der Nacken, die Brust und der Rücken.

In der Regel ist der Ausschlag symptomlos, aber manchmal kann ein leichter Juckreiz auftreten.

Malassezia-Pilze können auch bei Hautkrankheiten mit vermehrter Talg- oder Schweißproduktion wie dem Seborrhoischen Ekzem und der Hyperhidrose eine Rolle spielen oder in seltenen Fällen eine Entzündung der Haarfollikel verursachen (Malassezia-Follikulitis).

Literatur

Für Zugriff auf PubMed Studien mit nur einem Klick empfehlen wir Kopernio

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