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Die Daten zur Umwelt-Gefährdung sind laut Umweltbundesamt spärlich und beruhen teilweise nur auf Modellen. In unseren Tests zu silikonfreien Shampoos, Haarölen, Gesichtscremes sowie Haarspülungen gehen wir jeweils gesondert auf das Thema ein.
Auch wenn noch unklar ist, wie stark Umwelt und Gesundheit durch Silikone gefährdet sind: Wir raten dazu, Pflegeprodukte mit Silikonanteil nach Möglichkeit zu meiden. Setzen Sie stattdessen auf zertifizierte Naturkosmetik – diese hat zudem den Vorteil, dass sie auch zahlreiche andere problematische Stoffe ausschließt.
Tipps von ÖKO-TEST:
Quellen: Umweltbundesamt, Bundesinstitut für Risikobewertung, Deutsche Apotheker-Zeitung, Europäische Union
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Als Tausendsassas glätten sie die Haare oder sorgen dafür, dass sich Bodylotion gut verteilen lässt. Auch der Hafteffekt von Long-lasting-Lippenstift wird beispielsweise mithilfe von Silikonöl erreicht, das Gleiche gilt für wasserfestes Mascara. Im Make-up verleihen sie der Foundation eine starke Deckkraft und mattieren den Teint.
Den kurzfristigen optischen Vorteilen stehen zahlreiche Nachteile gegenüber. Denn: Der Schopf wird durch den Kunststoffauftrag eher versiegelt. Die Folge: Das Haar fettet schneller, auch das Färben und Tönen kann schwieriger werden, weil die Haare die Farbe nicht mehr so gut aufnehmen. Silikonrückstände können lange im Haar verbleiben und sind oft nur mühsam auszuwaschen. Auch bauen Silikonschichten aufeinander auf, was das Haar bei häufiger Anwendung immer schwerer macht. Und weil sich die Silikone außerdem auf der Kopfhaut ablagern, können sie die Schuppenbildung verstärken.
Silikone und Silikonöle füllen aber nicht nur Haare, sondern auch Haut: In Cremes dient der flüssige Kunststoff dazu, Fältchen optisch auszugleichen und ein angenehmes Hautgefühl zu suggerieren, das durch den Silikonfilm erzeugt wird. Vor allem Anti-Falten-Cremes nutzen diesen kurzfristigen Effekt, der nur so lange vorhält, bis die Creme und damit die Silikonöle wieder abgewaschen werden.
In einem seidigen Schopf muss kein Kunststoff stecken – auch Bürsten zeigt Wirkung (Foto: CC0 / Unsplash.com / Element5 Digital)
Reines Silikon ist nach heutigem Wissensstand ungiftig und ruft nur sehr selten Allergien hervor. Anders als die meisten Plastikarten kommt es zudem ohne Weichmacher aus, hält sehr hohen und niedrigen Temperaturen stand, ist reißfest, UV-beständig, wasserabweisend und lange haltbar. Daher wird hochwertiges Silikon auch im medizinischen Bereich verwendet, etwa für Prothesen und Implantate oder auch Kontaktlinsen.
Die lange Haltbarkeit des Silikons bedingt allerdings auch, dass es schwer biologisch abbaubar ist und sich in der Umwelt beispielsweise im Gewebe von Fischen anreichert. Wenn sie dem Wertstoffkreislauf richtig zugeführt werden, sind Silikonprodukte jedoch gut recycelbar.
Silikon besteht aus Ketten von Silizium und Sauerstoff, deren einzelne Bausteine Siloxane genannt werden. Diese können in cyclischer oder linearer Form vorliegen und werden je nach der Anzahl der Silizium-Sauerstoff-Einheiten mit entsprechenden Ziffern gekennzeichnet. Am weitesten verbreitet sind die cyclischen Siloxane D4, D5 und D6.
Silikone sind biologisch schwer abbaubar, was bedeutet, dass sie sich langsam in der Umwelt zersetzen können. Dies kann zu einer Akkumulation von Silikonen in Boden, Wasser und Organismen führen, insbesondere in Gewässern, die als Endpunkt für viele Abwässer dienen.
Obwohl Silikone im Allgemeinen als umweltverträglich gelten, gibt es einige Hinweise darauf, dass bestimmte Silikonverbindungen ökotoxische Effekte haben können, insbesondere in hohen Konzentrationen. Diese Effekte können sich auf Wasserorganismen wie Fische und andere aquatische Lebensformen auswirken.
Silikone können in die Umwelt gelangen, wenn sie aus Produkten freigesetzt werden, die sie enthalten, oder wenn Produkte, die Silikone enthalten, unsachgemäß entsorgt werden. Obwohl Silikone in der Regel nicht als gefährlicher Abfall gelten, können sie dennoch ökologische Auswirkungen haben, insbesondere wenn sie in großen Mengen freigesetzt werden.
Durch die Cremes, Shampoos und Spülungen werden Jahr für Jahr Tonnen an Silikonen ins Wasser gespült. Das belastete Abwasser schadet nicht nur den Pflanzen, sondern auch den Tieren und natürlich auch den Menschen.
Eine Umweltbelastung durch bestimmte Silikone ist also erwiesen. Einige Studien des Umweltbundesamtes sind noch aber noch nicht vollständig. Daher ist es schwer zu sagen, wie groß die Gefährdung von Silikonen auf die Umwelt und die Gesundheit wirklich ist.
Bei zertifizierter Naturkosmetik gehen die Konsumentinnen aber auf Nummer sicher. Naturkosmetik enthält garantiert keine problematischen Inhaltsstoffe.