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Lichen planus verrucosus oder hypertrophicus
Patienten mit dem Typ verrucosus weisen dicke Plaques mit Hyperkeratose an den Schienbeinen auf.
Sehr dicke und schuppende Flächen sind besonders juckend und treten vor allem im Knöchelbereich auf (hypertrophischer Lichen planus).
Es können sich auf der Haut Papillome (warzenähnliche Gebilde) bilden.
Aktinischer Lichen planus
Er entwickelt sich vor allem in Bereichen, die der Sonne ausgesetzt sind, wie:
Bullöser Lichen planus
Tritt selten auf. Die Blasen oder Bläschen treten im Bereich der Papeln des Lichen planus oder isoliert auf, gewöhnlich an den Unterschenkeln.
Lichen planus pigmentosus
Bei manchen Patienten erscheinen grau-braune, ovale und schlecht definierte Flecke an:
Wegen der Gefahr des irreversiblen Nagelverlustes wird von vielen Experten eine rasche und aggressive Behandlung empfohlen (Gupta MK et al. 2021). Die Behandlung ist jedoch oft schwierig. Die Wirksamkeit topischer Medikamente ist begrenzt.
Bis heute wird die Ätiologie und Pathogenese des Lichen planus (LP) nicht vollständig verstanden. Die ist umso erstaunlicher als die Erkrankung seit 1869 (Wilson) distinkt beschrieben ist. Signifikante Beziehungen zu einem bestimmten HLA-Phänotyp sind nicht nachweisbar. Es bestehen wenig scharf umrissene Korrelationen zu Autoimmunerkrankungen, zu viralen Infekten, zu Medikamenten (s. Lichen ruber e medicatione) sowie zu mechanischen Triggerfaktoren (Kratzen, Reiben, etc. kann zur Isomorphie führen, s. a. Köbner-Phänomen). Lichenruber-artige Läsionen treten bei chronischer Graft-versus-Host-Disease (GVHD) auf, bei der alloreaktive, zytotoxische T-Zellen und Antikörper, die fremde MHC-Moleküle erkennen, entscheidende Effektoren sind. Familiärer Lichen ruber ist bekannt, wenn auch sehr selten.
Auch die morphologische Pathogenese ist nicht vollständig geklärt (Vogt T (2018). Die morphologische Analogie der lichenoiden dermatitischen Reaktionen führte zur Hypothese, dass beim Lichen ruber eine Autoimmunreaktion gegen Epitope basaler Keratinozyten vorliegt, die durch virale oder medikamentöse Induktion modifiziert bzw. induziert wurde. Auffällig ist die deutliche Vermehrung antigenpräsentierender Zellen (APZ), im Wesentlichen sind es Langerhans-Zellen, die in frühen Läsionen des Lichen ruber nachweisbar sind. Die APZs werden möglicherweise durch die Keratinozyten selbst, möglicherweise über eine fehlerhafte Zytokinproduktion angelockt. Letztlich bleibt die Natur der Autoantigene bisher unklar. Die antigenpräsentierenden Zellen aktivieren autoreagible T-Zellen, die weitere proinflammatorische Zytokine produzieren. Hierbei scheint das Th1-Zytokin Interferon-gamma eine Schlüsselrolle zu spielen.
Weitere ätiopathogentische Assoziationen:
Oraler Lichen planus
Auch das Zahnfleisch und die Lippen können betroffen sein.
Die häufigsten Merkmale sind:
In einigen Fällen wird der Lichen planus, der das Zahnfleisch trifft, durch Quecksilber hervorgerufen, das in den Amalgamfüllungen der Zähne enthalten ist.
Bei diesen Patienten kann der Lichen planus dank der Auswechslung des Materials der Zahnfüllungen verschwinden.
Oraler Lichen planus und Darmerkrankungen
Es gibt Studien, die eine Verbindung zur Zöliakie aufzeigen.
Forscher sind der Ansicht, dass auch eine Verbindung zu den chronischen Entzündungskrankheiten des Drams besteht, wie:
Atrophischer oraler Lichen planus
Lichen planus definiert sich atrophisch, wenn er die Zungenrückseite betrifft.
Atrophischer oraler Lichen planus verursacht:
Plaqueartiger oraler Lichen planus
Die plaqueartige Form des Lichen ist eine Unterart, die sich auf der Mundschleimhaut zeigt und einer Leukoplakie ähnelt (weißliche Läsionen).
Lichen planus der Vulva
Wie in der Mundhöhle kann Lichen planus auch hier weiße, schmerzlose, streifige Veränderungen verursachen.
Die äußeren weiblichen Genitalien sind besonders betroffen von der erosiven Form des: