Actinische keratose - Een Vorm van Eczeem?
Differentialdiagnose
- Verruca seborrhoica: eher matte Oberflächenstruktur, meist gleichmäßige Pigmentierung. Keine raue Keratosen der Oberfläche
- Arsenkeratosen: heute nur noch selten anzutreffende Sonderform (meist palmoplantar lokalisiert) der aktinsichen Keratose.
- Lupus erythematodes chronicus discoides: randbetonte rote, schuppende Plaques. Anamnestisch fehlen die Zeichen der chronischen UV-Schädigung.
- M. Bowen: meist solitäre Plaque, klinisch schwierig zu unterscheiden.
- Basalzellkarzinom: randbetonte, grau-glänzende Plaque, beim Spannen der Huat stärker hervortretend.
- Lentigo solarismaligna: nicht palpabler, abgerundeter Fleck, glatte Oberflächenstruktur, Farbe dunkelbraun bis schwarzbraun.
- Verruca seborrhoica: irrtierte Formen der Verruca seborhhoica. Durch das Borst-Jadassohn-Phänomen nicht immer leicht unterscheidbar. Jedoch fehlt die breit angelegte Zellpolymorphie der aktinischen Keratose.
- Lentigo maligna: Bei der Lentigo maligna fehlt die ausgeprochen Polymorphie der Keratinoyzten. Irreguläre Vermehrung atypischer Melanozyten, die das Epithelband durchsetzen. Dieses Phänomen fehlt bei der aktinischen Keratose.
- Superfizielles Basalzellkarzinom: eher umschriebene, vom normalen Epithel abgesetzte basaloide Epithelproliferate. Breite Spaltbildungen zum umgebenden Bindegwebe.
- Porokeratose aktinische: typisch sind säulenförmige Parakeratosekegel, unterhalb der Parakeratose dyskeratotische Zellen, die ansonsten eher fehlen.
Photodynamische Therapie
Ein weiteres feldgerichtetes Behandlungsverfahren ist die photodynamische Therapie (PDT): Dabei werden die aktinischen Keratosen mit speziellen Wirkstoffen (5-Aminolävulinsäure oder alternativ MAOP = Methyl-5-amino-4-oxopentanoat) in Form einer Creme oder eines Gels über drei bis vier Stunden vorbehandelt. Diese Wirkstoffe werden weitaus stärker in die veränderten Zellen aufgenommen als in die Zellen der gesunden Haut. Vor allem in den Krebszellen werden sie zu Substanzen verstoffwechselt, die die Empfindlichkeit der Haut gegenüber sichtbarem Licht erhöhen.
Wird die Haut anschließend für etwa zehn Minuten mit einer speziellen Lichtquelle bestrahlt, werden diese Stoffwechselprodukte aktiviert. Es entstehen hoch reaktive Sauerstoff-Verbindungen, welche die Krebszellen abtöten. Dabei kommt es meist zu Brennen und Schmerzen. Anschließend bilden sich schorfig belegte oder nässende oberflächliche Hautdefekte (Erosionen). Gegen aktinische Keratosen ist die PDT stark wirksam. Falls eine Sitzung nicht ausreicht, kann die Behandlung nach 3 Monaten wiederholt werden. Alternativ kommt eine milde Nachbehandlung mit Diclofenac in einem Hyaluronsäure-Gel in Betracht.
Achtung: Nicht alle genannten Verfahren zur Therapie der aktinischen Keratosen werden von der gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Nähere Informationen erhalten Betroffene von ihrem behandelnden Arzt.
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Zuletzt aufgerufen am: 13.09.2024 15:28
Aktinische Keratose: Therapie
Die aktinische Keratose scheint zwar von Zeit zu Zeit wieder zu verschwinden, ohne eine Therapie kann sie aber nicht heilen.
Die Therapie richtet sich nach Lage, Größe und Ausmaß der Hautveränderungen. Auch das Alter der Betroffenen sowie eventuelle Begleiterkrankungen beeinflussen die Planung der Therapie bei aktinischer Keratose. Behandlung und Nachsorge werden von einem Hautarzt oder einer Hautärztin durchgeführt. Folgende Behandlungsmöglichkeiten stehen zur Verfügung:
- Chirurgische Entfernung
- Vereisung mit flüssigem Stickstoff (Kryotherapie)
- Abtragen mithilfe eines Lasers (z.B. Erbium:YAG Laser)
- Abtragen mit einem scharfen Löffel oder einer Ring-Kürette (Kürettage)
- Auftragen ätzender Lösungen (chemisches Peeling)
- Lokale Chemotherapie (z.B. Salbe mit dem Zytostatikum 5-Fluorouracil, auch kombiniert mit 10-prozentiger Salicylsäure)
- Lokale Immuntherapie (z.B. Creme mit dem immunaktivierenden Wirkstoff Imiquimod)
- Gel mit 3 Prozent Diclofenac in 2,5 Prozent Hyaluronsäure bei flachen aktinischen Keratosen
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- Photodynamische Therapie (PDT): Auftragen eines Photosensibilisators (Substanz, welche die Haut lichtempfindlicher macht) und anschließende Bestrahlung mit langwelligem Licht. Photosensiblisatoren sind beispielsweise 5-Aminolävulinat (ALA), das als Creme, Gel, Lösung oder Salbe verfügbar ist, oder Methylaminolevulinat (MAL).
Für Birkenkorkextrakte, Colchicin, Difluoromethylornithin (DFMO), Glucane und Nicotinamid konnten in wissenschaftlichen Untersuchungen noch keine Effekte nachgewiesen werden.
Mehr über die Behandlung der aktinischen Keratose und des Spinalioms, das sich daraus entwickeln kann, lesen Sie unter Hautkrebs: Behandlung.