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Hellhäutige, rothaarige oder blonde Individuen (Hauttyp I/II nach Fitzpatrick) mit hoher chronischer Sonnenexposition haben, je nach Intensität der einwirkenden UV-Strahlen und Alter, ein unterschiedlich hohes Risiko, aktinische Keratosen zu entwickeln. Die Zahl der Neuerkrankungen wird auf 240.000/Jahr geschätzt. Es wird angenommen, dass sich in Deutschland derzeit etwa 1,7 Mio. Menschen wegen einer aktinischen Keratose in dermatologischer Behandung befinden (Schaefer 2014).
Multiplikative Faktoren (z.B. Haarfarbe, positive Familienanamnese, Grad der Sonnenbräune, Sonnenexposition, insbes. UV-Strahlen) spielen für die Entstehung eine wesentliche Rolle:
I. Strahlungen
UVA-Strahlen führen in Plattenepithelkarzinomen zu einer verminderten Expression des Notch-Signalweges. Das Protein Notch 1 reguliert (über p21) zahlreiche zelluläre Prozesse in den Keratinozyten wie Zelldifferenzierung, -proliferation und - apoptose. Ein Mangel an Notch, wie in Untersuchungen an Plattenepithelkarzinomen nachgewiesen, begünstigt ihr Auftreten.
UVB-Strahlen führen weiterhin in dem Tumorsuppressor-Gen Tp53 zu einer Transition von Cytidin zu Thymidin. Diese Mutation kann > 50% aller AK nachgewiesen werden. P53 nimmt bei normaler Funktion eine wichtige Rolle in der Regulation des Zellwachstums ein. Ein Funktionsausfall führt zu einem unkontrollierten Wachstum der Keratinozyten. UVB-Strahlen induzieren weiterhin H-Ras-Mutationen. Diese werden bei 21% der Plattenepithelkarzinome nachgewiesen. Das Genprodukt vom H-Ras nimmt eine wichtige Funktion in dem Erk1/Erk2-Signalweg ein. Die Mutation von H-Ras führt zu einem veränderten Ras-Protein und zu einer gesteigerten Zellproduktion.
b) Röntgenstrahlung/ionisierende Strahlung
II. Chemische Karzinogene
Chemische Karzinogene wie aromatische Kohlenwasserstoffe (s. u. MOAH) oder Arsen sind als vollwertige Karzinogene in der Induktion kutaner PEKs anerkannt.
Einzelne weniger stark ausgeprägte aktinische Keratosen behandelt der Arzt, indem er sie mit ätzenden Lösungen betupft. Die Nebenwirkungen sind milder als bei einer intensiven Vereisung. Alternativ können einzelne aktinische Keratosen mit einem ablativen Laser entfernt werden. Hierunter versteht man einen Laser mit Gewebe abtragendem Effekt wie beispielsweise den CO2-Laser oder den Erbium-YAG-Laser.
Im Falle einer Feldkanzerisierung, also einer flächigen Schädigung der Haut, kann der ablative Laser auch dazu benutzt werden, die Oberhaut flächig bis an die Grenze zur Lederhaut abzutragen. Wird die Oberhaut mit einem speziellen Schleifgerät mechanisch entfernt, spricht man von einer Dermabrasion. Noch gleichmäßiger ist die Wirkung, wenn stattdessen ätzende Substanzen wie Trichloressigsäure oder Alpha-Hydroxy-Säuren (Fruchtsäuren) in hoher Konzentration eingesetzt werden. Diese Behandlung wird als tiefes chemisches Peeling bezeichnet (englisch to peel "schälen"). Alle drei Verfahren werden durch den Arzt angewandt und führen zu großflächigen Schürfwunden. Da sie auch Pigmentflecke beseitigen und die Haut straffen können, werden sie inzwischen fast ausschließlich aus ästhetischen Gründen zur flächigen Verjüngung der Haut eingesetzt. Am gebräuchlichsten ist dabei das tiefe chemische Peeling.
Das Plattenepithelkarzinom, auch Spinaliom, Stachelzellkarzinom genannt, ist nach dem Basalzellkarzinom der zweithäufigste bösartige Hauttumor. Plattenepithelkarzinome entstehen zumeist in chronisch sonnenexponierten Arealen wie dem Kopf und Hals. Lesen Sie alles Wichtige von Ursachen & Risikofaktoren, Aussehen und Untersuchungen bis hin zu Behandlung und Nachsorge.
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Unter aktinischen Keratosen werden rötliche, manchmal auch hautfarbene, fest haftende Rauigkeiten der Hautoberfläche verstanden, die als Vorstufe des Plattenepithelkarzinoms bzw. als ganz frühes Plattenepithelkarzinom gelten. Sie entstehen, weil die UV-Strahlung in den Hautzellen eine genetische Veränderung hervorruft, eine Mutation im tumorunterdrückenden Gen p53. Aktinische Keratosen finden sich daher ausschließlich an den sogenannten Lichtterrassen des Körpers, zumeist flächenhaft im Gesicht, an den Handrücken, Unterarmen oder auf der Glatze. Die flächenhaften Veränderungen sind im Anfangsstadium oft nicht gut zu erkennen, jedoch lassen sie sich als Rauigkeiten ("wie Schmirgelpapier") leicht ertasten. Bei bestimmten Menschen, die sich berufsbedingt viel im Freien aufhalten, wird die aktinische Keratose als Berufskrankheit anerkannt [1].