Winkelwagen
U heeft geen artikelen in uw winkelwagen
In einer Multicenterstudie konnte durch eine quadrivalente HPV-Vakzine bei jungen Frauen im Alter von 16-23 Jahren erstmals ein deutlicher Rückgang HPV 6, 11, 16 und 18 induzierter Infektionen erzielt werden. Inzwischen hat sich gezeigt, dass der neunvalente Impfstoff (Gardasil®9) auch gegen Condylomata acuminata schützt. Diese werden bis zu 90% von den HPV-Typen 6 und 11 verursacht werden.
Derzeit übernehmen in Deutschland gesetzliche Krankenkassen die Kosten für die Impfungen von jungen Frauen und Männern im Alter von 9-15 Jahren. Bei Versäumnis kann und soll die Impfung bis zur Vollendung des 17. Lebensjahrs nachgeholt werden.
Gegenwärtig wird eine therapeutische HPV-Impfung für (rezidivierende) Kondylome beim Mann nicht empfohlen, jedoch sind alle verfügbaren HPV-Impfstoffe ohne Altersbegrenzung ab einem Alter von 9 Jahren zugelassen. Die Kosten für Impfungen erwachsener Männer nach Abschluss des 18. Lebensjahrs ist mit den Krankenkassen vorher zu klären. Ob eine Auffrischimpfung im Verlauf notwendig ist, kann derzeit noch nicht sicher beantwortet werden. Erste Untersuchungen von Frauen zeigen allerdings 12 Jahre nach der letzten Impfung keine Abnahme des HPV-Schutzes.
Veränderungen der Haut im Bereich der Genitalien weisen auf Unregelmäßigkeiten hin, die untersucht und behandelt werden müssen. Zu beachten ist, dass bei einer Condylomata acuminata eine Ansteckungsgefahr besteht. Aus diesem Grund sollte bis zur Rücksprache mit einem Arzt auf ungeschützten sexuellen Kontakt vollständig verzichtet werden. Breiten sich die Hautveränderungen aus, muss unverzüglich ein Arzt konsultiert werden.
Kommt es zu Blutungen, Juckreiz oder offenen Wunden, ist ein Arztbesuch notwendig. Über die Hautbeschädigungen gelangen weitere Keime in den Organismus, die sich über das Blut im gesamten Körper ausbreiten und zusätzliche Erkrankungen auslösen können. Fieber, Unwohlsein und ein allgemeines Gefühl der Schwäche sind Symptome, die von einem Arzt abzuklären sind. Ein brennendes Gefühl auf der Haut oder beim Wasserlassen müssen kontrolliert und medizinisch untersucht werden.
Treten aus den Warzen Flüssigkeiten aus, schmerzen sie oder führen sie durch die Reibung an der Kleidung zu Beeinträchtigungen bei der Fortbewegung, ist ein Arzt aufzusuchen. Häufig ist bei den Betroffenen einer Condylomata acuminata das Immunsystem geschwächt. Daher treten grundsätzlich vermehrt Infektionskrankheiten oder weitere Beschwerden ein. Es empfiehlt sich in diesen Fällen, einen Arzt stets bei den ersten Anzeichen einer weiteren Erkrankung aufzusuchen und neue Symptome frühzeitig abklären zu lassen.
Eine Infektion mit dem HPV-Virus führt zur Entstehung der Condylomata acuminata. In seltenen Fällen kommen Juckreiz und Schmerzen hinzu.
Bei Condylomata acuminata handelt es sich um gutartige Hautwucherungen. Die stecknadelkopfgroßen Kondylome können von weiß-grauer, rötlicher oder bräunlicher Farbe sein. Meist stehen die Feigwarzen dicht beieinander. In diesem Fall handelt es sich um großflächige Wucherungen, sogenannte Warzenbeete.
Condylomata acuminata können flach sein, so dass man sie kaum mit dem bloßen Auge erkennen kann, oder aber auch erhaben sein, indem sie blumenkohlartige Formen ausbilden können. In letzterem Fall werden Condylomata acuminata auch als Buschke-Löwenstein-Tumoren bezeichnet.