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Meist bemerken die Betroffenen auch eine gestörte Wundheilung, es kommt bei Verletzungen zu Nachblutungen, Nässen und Infektionen. Die Hautveränderungen werden oft von einer Bindehautentzündung begleitet. Dabei schwillt die Regenbogenhaut an, was in Tränen, Juckreiz und Rötungen resultiert. In der vorderen Augenkammer bilden sich Eiteransammlungen, die schließlich aufbrechen und sich nach innen oder außen entleeren.
In schweren Fällen erblindet der Patient infolge der Entzündung. Die Beschwerden entwickeln sich meist schleichend und nehmen im Verlauf des Morbus Behcet zu. Bei entsprechender Behandlung klingen die gesundheitlichen Probleme innerhalb einiger Tage oder Wochen ab. Wird die rheumatische Erkrankung nicht behandelt, kann es zu Vernarbungen, chronischen Schmerzen und Störungen des Immunsystems kommen. Die Erkrankten fühlen sich zunehmend unwohl, und oft entwickeln sich als Folge seelische Beschwerden wie Depressionen oder Minderwertigkeitskomplexe.
Die Prognose bei Morbus Behcet wird bei zunehmender Erkrankungsdauer besser. Der Verlauf ist als wellenförmig zu beschreiben, wobei gerade die zahlreichen Aphthen im Mundbereich oder an den Genitalien mit zunehmendem Alter seltener werden. Ist zudem nur das Hautbild betroffen, haben Betroffene keine geringere Lebenserwartung. Der Leidensdruck kann sich eher durch psychische Probleme, die aufgrund der als störend empfundenen Hautveränderungen entstehen, verstärken. In seltenen Fällen kommt es zu Depressionen, die die Prognose anderweitig verschlechtern.
Mit steigendem Alter wird aber auch bei dieser Risikogruppe die Prognose immer günstiger, weil die Krankheit inaktiver wird. Des Weiteren ist die Prognose bei einer Beteiligung der Augen schlecht, denn circa 25 bis 50 Prozent der Betroffenen erblinden oder werden stark in ihrer Sehkraft eingeschränkt. Eine gute medizinische Versorgung kann dies unterbinden.
Bei Beschwerden des Kreislaufs, Schwindel oder einer allgemeinen Schwäche ist die Konsultation eines Arztes angezeigt. Treten aufgrund der optischen Veränderungen emotionale oder seelische Probleme auf, wird ebenfalls ein Arzt benötigt. Bei Verhaltensauffälligkeiten, einem Rückzug aus dem sozialen Leben sowie zunehmenden Minderwertigkeitsgefühlen ist ein Therapeut aufzusuchen. Neben der medizinischen Versorgung benötigt der Betroffene in diesen Fällen auch eine psychologische Unterstützung.
Das Sweet-Syndrom kann ohne Behandlung von allein abklingen. Jedoch helfen Medikamente dabei, den Heilungsprozess dramatisch zu beschleunigen. Die am häufigsten verwendeten Medikamente sind Kortikosteroide, die es in einer Vielzahl von Varianten gibt. Pillen zur oralen Einnahme funktionieren sehr gut, haben aber Einfluss auf den gesamten Körper.
Eine langfristige Nutzung kann Nebenwirkungen verursachen, wie Gewichtszunahme, Schlaflosigkeit und geschwächte Knochen. Cremes oder Salben wirken nur auf den Teil der Haut, auf dem sie angewendet werden. Sie kommen daher bei lokal begrenzten Symptomen zum Einsatz. Sie können aber zu einer Ausdünnung der Haut führen.
Alternativ kann auch eine geringe Menge an Kortikosteroid direkt in jede Läsion injiziert werden. Jedoch ist diese Methode nur bei Patienten wirksam, deren Anzahl an Läsionen eher gering ist. Manchmal werden auch andere Medikamente verschrieben, zumeist für Menschen, die eine Langzeitbehandlung mit Kortikosteroiden nicht gut vertragen. Einige der am häufigsten verschriebenen Medikamente als Alternative zu Kortikosteroide sind Dapson, Kaliumiodid und Colchicin.
Durch den Morbus Behcet kommt es zu verschiedenen Beschwerden und Komplikationen. In erster Linie kann es zu Entzündungen an den Augen kommen, sodass sich in der vorderen Augenkammer Eiter ansammelt. Durch diese Ansammlung kommt es in den meisten Fällen zu Sehbeschwerden und im schlimmsten Falle zu einer vollständigen Erblindung. Auf der Haut bilden sich Juckreize und Rötungen aus, die die Lebensqualität des Betroffenen erheblich einschränken.
Dabei fühlen sich die meisten unwohl und schämen sich nicht selten für diese Beschwerden. Ebenso kann der Morbus Behcet zu einem verringerten Selbstwertgefühl oder zu Minderwertigkeitskomplexen führen. Nicht selten leiden die Patienten dadurch auch an psychischen Einschränkungen oder an Depressionen. Auch die Wundheilung kann durch den Morbus Behcet eingeschränkt sein, sodass es häufiger zu Infekten kommt.
Der Morbus Behcet kann mit Hilfe von Medikamenten relativ gut behandelt werden. Besondere Komplikationen treten dabei in der Regel nicht auf. In den meisten Fällen sind die Patienten allerdings auf eine langwierige Behandlung angewiesen. Ebenso kommt es in der Regel nicht zu einer verringerten Lebenserwartung des Betroffenen. Durch das geschwächte Immunsystem sind die Patienten anfälliger für verschiedene Erkrankungen.
Die rheumatische Erkrankung Morbus Behcet befällt das Immunsystem und tritt schubweise auf. Bereits in der Antike wurden Symptome beschrieben, die sich als diese Krankheit erkennen lassen. Als Erstsymptom manifestierten sich häufig wiederkehrende Aphten an der Mund- oder Genitalschleimhaut.
Im weiteren, dann eindeutigen, Symptomverlauf kommt es zu Erkrankungen der Augen, insbesondere Eiteransammlungen, die vor allem in der vorderen Augenkammer auftreten, und Entzündungen der Regenbogenhaut.
Selten beschrieben werden rheumatische Symptome wie Hautrötungen und -knoten, Beschwerden und Entzündungen der Gelenken, arterielle Gefäßverschlüsse sowie Entzündungen der Nebenhoden. Sehr selten treten Gehirnentzündungen auf, die zu Koordinationsstörungen, Kopfschmerzen, Spastiken und Bewusstseinsstörungen führen können.
Auch bei Jugendlichen kann Morbus Behcet auftreten und verläuft dann monosymptomatisch. Die Inzidenz der Krankheit liegt bei unter 1 zu 100000.
Wer an Morbus Behcet leidet sollte auf alle Fälle darauf achten, seinem Körper ausreichend Ruhe zu gönnen. Ausreichend Schlaf und eine gesunde, ausgewogene Ernährung werden ebenfalls zu einem relativ stabilen Krankheitsverlauf beitragen. Außerdem sollten Erkrankte auf eine regelmäßige Lebensführung achten, um ihrem Körper unnötigen Stress zu ersparen.
Weiterhin wird Erkrankten angeraten sich einer Selbsthilfegruppe bzw. Therapiegruppe anzuschließen. Es gibt ebenfalls einige Internetforen, die eine gewisse Anonymität bieten. So kann sich jeder mit anderen Betroffenen über Themen austauschen, die vielleicht nicht in einer offiziellen Gruppe diskutiert werden sollen. Es ist eine Hilfe die Erfahrungen anderer in der jeweiligen Situation zu hören. So kann besser mit den eigenen Gefühlen und Befürchtungen umgegangen werden.