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Die rheumatische Erkrankung Morbus Behcet befällt das Immunsystem und tritt schubweise auf. Bereits in der Antike wurden Symptome beschrieben, die sich als diese Krankheit erkennen lassen. Als Erstsymptom manifestierten sich häufig wiederkehrende Aphten an der Mund- oder Genitalschleimhaut.
Im weiteren, dann eindeutigen, Symptomverlauf kommt es zu Erkrankungen der Augen, insbesondere Eiteransammlungen, die vor allem in der vorderen Augenkammer auftreten, und Entzündungen der Regenbogenhaut.
Selten beschrieben werden rheumatische Symptome wie Hautrötungen und -knoten, Beschwerden und Entzündungen der Gelenken, arterielle Gefäßverschlüsse sowie Entzündungen der Nebenhoden. Sehr selten treten Gehirnentzündungen auf, die zu Koordinationsstörungen, Kopfschmerzen, Spastiken und Bewusstseinsstörungen führen können.
Auch bei Jugendlichen kann Morbus Behcet auftreten und verläuft dann monosymptomatisch. Die Inzidenz der Krankheit liegt bei unter 1 zu 100000.
Durch den Morbus Behcet kommt es zu verschiedenen Beschwerden und Komplikationen. In erster Linie kann es zu Entzündungen an den Augen kommen, sodass sich in der vorderen Augenkammer Eiter ansammelt. Durch diese Ansammlung kommt es in den meisten Fällen zu Sehbeschwerden und im schlimmsten Falle zu einer vollständigen Erblindung. Auf der Haut bilden sich Juckreize und Rötungen aus, die die Lebensqualität des Betroffenen erheblich einschränken.
Dabei fühlen sich die meisten unwohl und schämen sich nicht selten für diese Beschwerden. Ebenso kann der Morbus Behcet zu einem verringerten Selbstwertgefühl oder zu Minderwertigkeitskomplexen führen. Nicht selten leiden die Patienten dadurch auch an psychischen Einschränkungen oder an Depressionen. Auch die Wundheilung kann durch den Morbus Behcet eingeschränkt sein, sodass es häufiger zu Infekten kommt.
Der Morbus Behcet kann mit Hilfe von Medikamenten relativ gut behandelt werden. Besondere Komplikationen treten dabei in der Regel nicht auf. In den meisten Fällen sind die Patienten allerdings auf eine langwierige Behandlung angewiesen. Ebenso kommt es in der Regel nicht zu einer verringerten Lebenserwartung des Betroffenen. Durch das geschwächte Immunsystem sind die Patienten anfälliger für verschiedene Erkrankungen.
Meist bemerken die Betroffenen auch eine gestörte Wundheilung, es kommt bei Verletzungen zu Nachblutungen, Nässen und Infektionen. Die Hautveränderungen werden oft von einer Bindehautentzündung begleitet. Dabei schwillt die Regenbogenhaut an, was in Tränen, Juckreiz und Rötungen resultiert. In der vorderen Augenkammer bilden sich Eiteransammlungen, die schließlich aufbrechen und sich nach innen oder außen entleeren.
In schweren Fällen erblindet der Patient infolge der Entzündung. Die Beschwerden entwickeln sich meist schleichend und nehmen im Verlauf des Morbus Behcet zu. Bei entsprechender Behandlung klingen die gesundheitlichen Probleme innerhalb einiger Tage oder Wochen ab. Wird die rheumatische Erkrankung nicht behandelt, kann es zu Vernarbungen, chronischen Schmerzen und Störungen des Immunsystems kommen. Die Erkrankten fühlen sich zunehmend unwohl, und oft entwickeln sich als Folge seelische Beschwerden wie Depressionen oder Minderwertigkeitskomplexe.
Wer an Morbus Behcet leidet sollte auf alle Fälle darauf achten, seinem Körper ausreichend Ruhe zu gönnen. Ausreichend Schlaf und eine gesunde, ausgewogene Ernährung werden ebenfalls zu einem relativ stabilen Krankheitsverlauf beitragen. Außerdem sollten Erkrankte auf eine regelmäßige Lebensführung achten, um ihrem Körper unnötigen Stress zu ersparen.
Weiterhin wird Erkrankten angeraten sich einer Selbsthilfegruppe bzw. Therapiegruppe anzuschließen. Es gibt ebenfalls einige Internetforen, die eine gewisse Anonymität bieten. So kann sich jeder mit anderen Betroffenen über Themen austauschen, die vielleicht nicht in einer offiziellen Gruppe diskutiert werden sollen. Es ist eine Hilfe die Erfahrungen anderer in der jeweiligen Situation zu hören. So kann besser mit den eigenen Gefühlen und Befürchtungen umgegangen werden.